Hypnotherapie

Hypnosetherapie ist ein guter Weg zur Stressbewältigung

Die Hypnose ist ein sehr altes und zugleich modernes Heilverfahren. Sie verbindet Körper und Seele wie keine andere Therapieform. Während der Hypnose (oder auch ‚Trance’) erreicht der Patient einen Zustand der vollkommenen psychischen und physischen Entspannung. So wird ein Perspektivenwechsel im Hinblick auf die eigene Lebenssituation erreicht. Neue Blickwinkel eröffnen neue Lösungswege und Erkenntnisse. Innere Stärken (Ressourcen) werden aktiviert. Zudem kann der Therapeut stützende Suggestionen geben, um z.B. das Selbstvertrauen zu stärken und Angstfreiheit zu erreichen. 

Schritte der Hypnose -Therapie

In einem Vorgespräch werden gewünschte Veränderungen und Behandlungsziele festgelegt. Während der Hypnose wird der Patient in einen tiefen Entspannungszustand versetzt. Angeleitet vom Therapeuten unternimmt er eine Gedankenreise, während der er spontan Bilder imaginiert und assoziiert. Diese Bilder entstehen intuitiv, ganz ähnlich wie im Traum. In einer Nachbesprechung wird dann über das Erlebte gesprochen.

Ein Beispiel: 

Ein Patient klagt über Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Eine physische Ursache (eine Erkrankung, wie z.B. ein Tumor) wurde ausgeschlossen. In einem Vorgespräch berichtet der Patient von seiner derzeitigen Lebenssituation. Seine Frau hat sich vor einigen Monaten von ihm getrennt. Nun ist eine neue Liebe in sein Leben getreten. Einerseits genießt er das Gefühl des Verliebtseins, andererseits vermisst er sein altes Leben. Er fühle sich ständig ruhelos und könne nicht gut schlafen. Die Kopfschmerzen wären sein ständiger Begleiter. 

Der Therapeut fragt, ob der Patient eine Situation benennen könne, in der er sehr entspannt und ruhig gewesen sei. Dieser gibt an, bei Waldspaziergängen Ruhe und Entspannung zu finden. 

Nun leitet der Therapeut die Trance ein. Über eine Körpertiefenentspannung wird der Patient Schritt für Schritt in einen tiefen Ruhezustand (Trance) versetzt. Er begibt sich auf eine ‚Gedankenreise’, bei der der Therapeut dem Patienten suggeriert, durch einen Wald zu gehen. Neben den vom Therapeuten induzierten Bildern imaginiert der Patient u. U. auch eigene Bilder, beispielsweise einen vermodernden Baumstamm, aus dem eine Quelle fließt. 

Quelle: Bild: pixabay.com (CC0) von bykst Text: Dr. med. Georg Lamshöft